Harald Schmidt: Warum er an ein Leben vor dem Tod glaubt
Shownotes
In der ersten Folge von „Ich nehm‘ das Gleiche“, dem Promi-Podcast der BNN, trifft Isabel Steppeler auf Harald Schmidt – und der bestellt erstmal: Sprudel.
Der Entertainer spricht über seinen Blick auf das heutige Fernsehen, warum er keine Shows mehr macht und weshalb ihn Authentizität langweilt. Außerdem geht es um Glauben, Tradition, Greta Thunberg, das Deutschlandticket und die Kunst, im Alltag verschiedene Rollen zu spielen.
Harald Schmidt zeigt sich gewohnt trocken, scharfzüngig und überraschend nachdenklich – mit Sätzen wie: „Ich glaube natürlich an ein Leben nach dem Tod und auch schon in Teilen an ein Leben vor dem Tod.“
Transkript anzeigen
00:00:00: natürlich kommen die schärfsten Luder aus dem katholischen Mädchengymnasium.
00:00:03: Generell ist es bei mir so, wenn auf irgendetwas so kollektiv eingetroschene wird, bin ich sofort dafür.
00:00:09: Bin seit Neuestem auch großer Fan von Greta!
00:00:12: Ich glaube natürlich an ein Leben nach dem Tod und auch schon in Teilen an einem Leben vor dem Tod.
00:00:17: Aber das ist aber nicht für alle möglich.
00:00:19: Das hängt natürlich vor der Berufswahl
00:00:21: ab.".
00:00:31: Hallo
00:00:36: und herzlich willkommen bei.
00:00:38: Ich nehm das gleiche, dem Promi-Podcast der badischen Neuesten Nachrichten.
00:00:42: Mein Gast heute ist Harald Schmidt.
00:00:44: Man muss ihn nicht vorstellen.
00:00:46: Großer Entertainer und Kabarettist, lange Zeit bekannt im Fernsehen.
00:00:51: umso erstaunlicher das Fernsehen ist für ihn heute komplett unattraktiv geworden.
00:00:55: Das erzählt er uns heute in unserem Podcast.
00:00:58: Und nachdem wir den kleinen Schock der Getränke weil aufgearbeitet haben wurde es dann auch nochmal richtig interessant wenn es zum Beispiel darum ging dass er regelmäßig Gottesdienste besucht und Fan von Greta geworden ist.
00:01:12: Schön, dass Sie da sind.
00:01:14: Ich bedanke mich sehr für die Einladung, ich bin nämlich sehr gerne Karlsruhe.
00:01:18: Nicht zum ersten Mal?
00:01:19: Nee, häufig war ja wie gesagt mit meinem Freund und Kollegen Bernd Nann hier im Kammerspielen oder Kammertheater.
00:01:27: Und da war ich vor ein paar Monaten auch mit Klaus-Lorian Vogt hier.
00:01:32: Wachner, Terror im Staatstheater, sehr gutes Publikum aber auch im Kamertheater Und die Stadt als solche ist ja sehr schön und auch gut zu erreichen.
00:01:44: Ja,
00:01:45: Sie haben im Telefonnacht mir einst gesagt dass man an Karlsruhe merkt es sei eine Residenzstadt gewesen.
00:01:51: und beschreiben sie das mal?
00:01:53: Breite Straßen, residenziöse Gebäude Und natürlich, man hat immer das Gefühl hier wird das Recht sehr kündlich umgesetzt.
00:02:06: Bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht ... diese ganzen, die ich gar nicht auseinanderhalten kann.
00:02:13: ja und ich kenn halt nur den Satz da gehen wir bis nach Karlsruhe.
00:02:17: also wenn einer sich unberechtigt behandelt fühlt, wenn er ein Strafzettel kriegt und dann sagt ihn der Anwalt, da geh'n wir bis in der Karlsluhe.
00:02:25: Leider vergisst der Mandant häufig dass auf seine Kosten nach Karlshuhe gegangen werden soll.
00:02:29: Aber das ist ja egal.
00:02:30: Das ist ja das Schöne am Rechtsstaat, der jeder kann entscheiden und prozessieren wie er möchte.
00:02:36: Jetzt haben wir ja vorhin schon festgestellt, Karlsruhe und Köln unterscheiden siebenhunderttausend Einwohner in etwa?
00:02:40: Ja!
00:02:42: Ich habe so den Eindruck Sie beobachten deutsche Städte auch sehr genau.
00:02:46: Was macht denn so, ich sag mal kleinere Städthe aus im Vergleich zu den großen Playern wie Hamburg, Kölnen
00:02:52: Berlin
00:02:53: München?
00:02:53: Die großen Player sind ja nicht wirklich große Player.
00:02:56: Ja, das sind halt unsere vier Millionen-Städte in Deutschland aber jetzt verglichen mit schon mit London oder Paris und von sowas wie Sao Paulo oder Mumbai ganz zu schweigen.
00:03:07: Ich finde Karlsruhe hat eine gute Größe weil es auch die Lage ist, die Nähe zu Frankreich dann der Schwarzwald.
00:03:17: Die Schweiz ist nicht weit also es ist ein guter ICE Bahnhof.
00:03:21: Momentan jetzt ein bisschen lediert durch den Umbau Ist ja auch so ein deutsches Phänomen.
00:03:26: Wird nichts renoviert, heißt ihr müsst noch was machen?
00:03:28: Wird renoviert heißt es überall baustellen.
00:03:30: also wie man's macht ist das nicht recht.
00:03:33: Ich bedauere bis hin dass es keine Gepäckaufwärmbarung fächern mehr hier gibt.
00:03:38: Ist das so?
00:03:38: Nee
00:03:38: gibts nicht mehr!
00:03:39: Dafür haben wir einen riesen Fahrradbahnhof wo ich mich nie trauen würde wahrscheinlich auch nie im Platz finden würde ein Fahrrad hinein zu hiefen.
00:03:46: Ja keine Ahnung.
00:03:47: also ich fahre nicht mit dem Fahrrad.
00:03:50: Ich musste ja früher Notgedrungen fahren als ich in der Schule war Und ich fahre jetzt, wann immer es geht eigentlich mit ÖPNV heißt das so öffentliche Personennahverkehr.
00:04:01: Ist
00:04:01: das ein Spaß?
00:04:03: Ja, ich genieße's sehr!
00:04:04: Weil ich mag zum einen die doch generell eher schlechte Laune, die da herrscht und ich mag auch diese neue Auseinandersetzung zwischen E-Bikes, zwischen Kinderwagen, zwischen E Roller und Rollatoren die um diesen Platz kämpfen, an den Club sitzen.
00:04:29: Wo ich auch sitze, weil nicht ein Koffer dabei habe.
00:04:32: Ansonsten hat der Herr zu mir gesagt ... Der ist für Rollstuhl und hab gesagt, ich bin verrundet, ich komm von der
00:04:36: Front.".
00:04:37: Und dann ging er weiter, weil das offenbar jetzt um sich greift in der Bevölkerung, dass es durchaus möglich wäre.
00:04:45: Ich fahre unglaublich, ich find das entspannend Straßenbahn- und U-Bahn zu fahren.
00:04:49: Und ich hab ja das Deutschlandticket muss mich nicht um Tarif zu unkümmern, steige einfach ein.
00:04:55: Hervorragend!
00:04:56: Sie sind ja wahrscheinlich mehr unterwegs und auch in Hotels als die meisten Menschen.
00:05:00: Woran erkennt man sofort?
00:05:01: ob ein Hotel gut ist oder vielleicht schrecklich?
00:05:06: Ich erkenne es daran, ob ein hotel was anderes vorgibt zu sein als es ist.
00:05:12: Ja also wenn das drei Sterne-Hotel tut als wäre es ein fünf Sterne Hotel.
00:05:17: ich frage mich ob das eine solche ist irgendwie eine Spätfolge des Ersten Weltkriegs.
00:05:24: Der Satz, hatten sie eine gute Anreise, den man gefragt hat und ich weiß von Colin... Ich glaube Thorsten Sträter war das der mir gesagt hat er sagt jetzt mal die war sowas von beschissen.
00:05:33: das wollen Sie gar nicht wissen.
00:05:34: ja aber ich sage dann um das geschmeidig zu halten nie vielen Dank alles Bestens.
00:05:38: Und was teilweise auch ein bisschen schwierig ist sind Inhaber geführte Hotels in der dritten Generation.
00:05:46: Also der Chef hat ein Junior-Übergäber, aber hilft noch mit ohne sich aufzudringen.
00:05:51: Wenn er gefragt wird, ist schon wieder bei.
00:05:53: Das heißt, der schleift dann beim Frühstück so durch den Raum und setzt sich auch gerne mal an Tisch und fragt, ist alles recht?
00:06:03: Und ich habe neulich einen beobachtet, der hat um zehn vor neun eigentlich auf die Uhr geguckt und hat überlegt ob er die Käseplatte nochmal frisch machen soll Ob sich das noch lohnt, die war schon ein bisschen angefressen.
00:06:12: Ja ist es dann ... Woran liegt das?
00:06:16: Ist es nicht mehr in der DNA einer dritten Generation eines Hotel- ...
00:06:21: Nee!
00:06:21: Der Alte kann natürlich nichts loslassen.
00:06:23: Weiß aber dass es ungul ist und übergibt deswegen.
00:06:28: Und ... Das junge Ehepaar was er übernommen hat steht jetzt vor allem im ländlichen Raum auch noch in Dürndl oder Lederhose da, ist aber gepierst und tätowiert.
00:06:40: Ja, also im Grunde Dürndelmitten Asenring.
00:06:44: Und hinten sitzt halt immer noch die Mutter und macht die Buchhaltung.
00:06:49: Das ist von der Struktur her zu beobachten und zu vermuten wer es wäre plus eine Fachkraft aus einem Land mit Beitrittskandidatenstatus, die eigentlich den Laden schmeißt ja?
00:06:59: Im Grunde auch der beste Temperament hat Phonale.
00:07:02: Aber wenn der Alte sich mit ein Tisch setzt sagt man das nächste Mal bitte Formül.
00:07:10: Ja.
00:07:11: Ja, also apropos Gastgeber wir sind ja hier heute im Salon Ruppel.
00:07:15: das ist ein Ort der ja man kann sagen zum allerletzten Mal Heute für uns zwei in dieser Form besteht denn der Inhaber wurde sehr zum zu bedauern von Karlsruhe's Rocktail Fans in einem neues Hotel nach Frankfurt als Bar Manager.
00:07:32: Welches
00:07:32: Hotel ist das?
00:07:33: Atlantik Das eröffnet im Sommer
00:07:35: und wir
00:07:36: machen da so ein bisschen das, was es früher nur in Amerika gab.
00:07:39: So eine Cocktail-Barszene, Mixerys-Zene Und er war schon immer Mokabah heißt Er hat in Japan gelernt bei Jenny Yamamoto.
00:07:47: Ich habe mir sagen lassen dass ist einer der innovativsten In der japanischen Barszine.
00:07:54: Der hat die beraten und dann haben sie gesagt fangen doch gleich bei uns an.
00:07:57: Deshalb stirbt dieser Salon Ruppel und bis gestern dachte ich auch noch er bewirtet uns heute trotzdem persönlich.
00:08:04: Jetzt ist ja das Getränk keine Nebensache in unserem Podcast, wie Sie vielleicht gesehen haben.
00:08:10: Der Titel der Gast bestellt.
00:08:12: ich nehme das gleiche.
00:08:15: Es hat uns gestern moca bar ganz spontan hat sich entschuldigen lassen und ich werde das gefühllich loses nicht an ihre getränke wahl
00:08:22: weil ich ein wasser bestellt habe.
00:08:24: sie haben ja gar nicht mal Wasser bestellt.
00:08:25: sie haben sprudelbestellte sehr gar nicht so un kreativ.
00:08:28: Ja ich hab also nummer eins.
00:08:30: tagsüber trinke kein alkohol.
00:08:32: bei dem pensum was ich habe Trink ich sowieso sehr wenig Alkohol, sonst ist es gar nicht zu schaffen.
00:08:37: Und als ich die Fotos des unglaublich kultigen Barkeepers gesehen hatte und mir geschildert wurde was für eine Legende ist ... Haben Sie Angst gegessen?
00:08:45: Nee!
00:08:45: Dann dachte ich da den Zahn ziehe ich schon mal in bestellen Wasser.
00:08:50: Denn wenn wir etwas so als... Ich habe das von einer Legende, dem Traumschiff und Schwarzwald-Kirchenproduzenten Wolfgang Rademann.
00:09:02: Wenn da ne Schauspielerin kam und sagte, guck mal Wolfgang wie findest du mein Kostüm?
00:09:07: Ging er einfach weg wortlos.
00:09:09: Und deshalb hätte man wissen können ja also die tödlichste Sache überhaupt keine Reaktion von ihm zu kriegen war.
00:09:15: mit so einem...guck mal haben wir uns ganz viel Mühe gegeben Attitüde zu üben hinzukommen.
00:09:20: Ich dachte mir das!
00:09:21: Und als ich gesehen habe, Foto fantastischer Barkill wird da aber kult sehr sehr präsent auf allen Fotos.
00:09:27: Dachte ich mir natürlich bestelle ich doch ein Wasser dann kann eine kleine Frankfurt.
00:09:32: Also, man möchte auch so eine Karriereentwicklung nicht im Weg stehen.
00:09:36: Ich wusste auch nicht ob ich lachen oder weinen soll aber Sprudel finde ich deshalb interessant.
00:09:40: es gibt auch süßen sprudeln
00:09:42: Ja, aber das ist natürlich zu viel Zucker und ich möchte ja auch Vorbild sein.
00:09:45: Sind Sie dann auch gegen die Zuckersteuern?
00:09:47: Nee für die zuckersteuer?
00:09:48: Das ist mir gar mit sowas wie Steuern belaste ich mich gar nicht.
00:09:52: Das ist vielleicht auch für Ihre Leser in den BNN?
00:09:56: Nein!
00:09:57: Bewusst nicht.
00:09:59: Und ist bei Ihnen Frauen sind mit gemeint.
00:10:01: oder schreiben Sie Ärztin und Arzt?
00:10:02: Also
00:10:03: ich würde eher Musikerin und Musiker schreiben, aber wenn ich Platz sparen muss was ich ganz oft tun muss, man hat ja nie genug Platz als Touristin dann bleibe ich auch mal beim Künstler.
00:10:15: Ja, aber das heißt mein Tipp... Ich zahle einfach die Steuer die fällig ist.
00:10:21: Ich beschäftige mich gar nicht, ich habe auch keine Steuerschwarm-Modelle oder so.
00:10:24: Ich beschäftigen mich gar nichts damit.
00:10:26: ist das Mehrwertsteuerlich.
00:10:27: Ich lasse mir auch keine Taxiquittungen mehr geben.
00:10:29: Das finde ich eine Form von Demütigung.
00:10:31: So ein Zettel zusammen und dann das abzuhäften und einzutragen und keine Ahnung ... Ich zahle einfach Steuernschluss.
00:10:40: Wäre nicht schlecht!
00:10:41: Man hat ja auch mal ausgerechnet wenn jeder, ich weiß nicht wie viel dem Staat schenken würde, wäre der Staat schlagartig schuldenfrei?
00:10:48: Das können natürlich Leute
00:10:49: Da kann ich jeder.
00:10:50: Die ein knappes Einkommen haben nicht machen, aber wenn man das betontual aufteilen könnte, wäre der ganze Fall erledigt und es wäre Schluss mit dem Gejammer.
00:11:00: Und so zahl' ich einfach Steuern denn dafür haben wir ja eine repräsentative Demokratie, dass die Jungs und Mädels sich in Berlin sieht mit sowas abarbeiten.
00:11:09: Ich möchte ein bisschen was vom Leben haben.
00:11:10: Ja
00:11:10: versteh' ich.
00:11:11: Jetzt
00:11:11: als Remtner!
00:11:13: Da bin ich aktiv.
00:11:15: Ich
00:11:15: muss mal wieder
00:11:16: betonen.
00:11:16: Sehr, ich habe wahrscheinlich so mehrheit über Ihre Abonnentinnen und Abonenten oder?
00:11:19: Ich glaube ja!
00:11:21: Stärken Ihnen auch zehn Prozent...
00:11:22: Natürlich natürlich die Kurve geht steil nach unten.
00:11:25: Was tun Sie um das aufzuhalten?
00:11:26: Ja ganz viel digital zum Beispiel sitze hier zwei heute hier.
00:11:31: Aber mich kennen ja die Leserinnen und Lesern die sie gewinnen wollen, die kennen wir nicht.
00:11:38: Das erlebe ich übrigens.
00:11:39: häufig kommt eine Familie in der Eisdiele auf mich zu.
00:11:43: Die Kinder sind Anfang zwanzig, ja?
00:11:46: Und der Vater sagt zu mir ... Meine Tochter kennt sie nicht mehr.
00:11:50: als Vorwurf an mich!
00:11:52: Ich verstehe das total, weil niemand, der zwanzifirben und zwanziger ist hat meine Show noch gesehen.
00:11:58: Aber das Ganze mir als Vorwurzumachen gefällt mir irgendwie sehr gut.
00:12:02: Ich hab's erst gar nicht kapiert.
00:12:03: Der Ton ist toll.
00:12:05: Die kennt sich nicht mehr.
00:12:07: Das ist ein gutes Stichwort.
00:12:09: Frank Elstner hat uns ne Frage für
00:12:10: mich.
00:12:10: Grüße bitte.
00:12:12: hinterlassen.
00:12:13: Richten wir aus, Frank Elstner fragt erputzt warum machst du nicht noch ein paar Sendungen?
00:12:20: Nein man muss.
00:12:22: das Fernsehen ist für mich als Medium komplett uninteressant geworden.
00:12:27: es ist nicht schnell genug ich brauche es nicht und es lohnt sich auch finanziell für mich nicht mehr.
00:12:36: Es ist ja heute im Fernsehen nichts mehr zu verdienen.
00:12:38: Ich kriege Tränen in die Augen, wenn ich die Summe sehe für die Kollegen, die große Shows moderieren teilweise arbeiten.
00:12:44: Dafür wären wir früher nicht mal aufgestanden.
00:12:51: Nur ab und zu noch aufs Traumschiff?
00:12:54: Ja aber da krieg' ich eine Schauspielagage sehr großzügig vom ZDF und der Produktionsfirma.
00:13:01: Und das ist wunderbar ein Film pro Jahr auch abhängig davon wie komfortabel komme ich zum... zum Schiff und vom Schiff wieder runter.
00:13:11: Ich möchte nicht sechs Stunden mit einem landesüblichen Bus quer durch landschaftliche Paradiese fahren, aber es ist mir dann doch zu lang.
00:13:20: Ja
00:13:20: ja ich habe gelesen Sie haben auf dem Traumschiff gar nicht mal als Oskar Schifferle begonnen sondern als Eintänzer?
00:13:27: Doch das war schon ein Oskarschifferler, er hat den Beruf gewechselt.
00:13:30: Was macht denn da einen
00:13:32: Eintancer?
00:13:33: an einem auf der amadea wo betreten gibt es nicht.
00:13:36: aber zum beispiel auf der queen mary und queen elisabeth habe ich erlebt das sind gebildete ältere herren die mit allein reißenden damen schach spielen sich unterhalten und eben was ist dort dann noch gab oder gibt tanzen abends also.
00:13:53: Und das Ganze muss sehr seriös gehandhabt werden.
00:13:57: Damit der
00:13:57: Ehemann es nicht mitgibt?
00:13:59: Nein, zum Teil wird man aber ja dann mal so auf die Kabine gehen und einmal durchnudeln wie es Pauschalreisen im Bus oder im Rotariklub der Fall ist.
00:14:08: Das läuft da natürlich nicht.
00:14:10: dazu sind.
00:14:11: Es sind auch die Verhaltensregelungen.
00:14:13: Zum Glück heutzutage viel zu streng.
00:14:15: Sie merken, dass ich das beaffektioniert habe immer potenziell potenzielle Einwände und Schützstärmchen schon mitzudenken.
00:14:22: Ja,
00:14:22: da habe ich gestern noch mal eine ganz tolle Sendung entdeckt mit Christoph Schlingensief.
00:14:28: Oh, lange her!
00:14:31: Ich musste laut lachen als ich mir die noch angeguckt hab.
00:14:34: Als er bei mir war oder ich im grünen Sanon?
00:14:36: Bei ihm in der Volksbühne.
00:14:38: Genau das waren nineteenhundertseinhalbundneunzig
00:14:41: wenn nicht mich jetzt richtig erinnern.
00:14:43: Und ich fand es zum einen total schön, wir kommen auch gleich noch auf Richard Wagner zu sprechen.
00:14:47: Denn ich hab schlingen Sief gerade verpasst, als ich zum ersten Mal im Bayreuth war, war sein Passivall von dem heute noch die Taxifahrerinnen und Taxifarerschwärmen schon abgelaufen.
00:14:57: Ich glaube er war dann auch schon bald verstorben.
00:15:00: Aber ihn live zu sehen fand ich lustig.
00:15:02: aber vor allem was sie da für Sprüche geklopft haben ... Da ging's ja, ich zitiere ums Wichsen und um Infotainment-Mushies.
00:15:11: Kann man heute nicht mehr so oder?
00:15:13: Nein, also die Haltung ist dieselbe.
00:15:14: Aber das Vokabular passt man an wenn man nicht völlig auf den Kopf gefallen ist.
00:15:18: Ja weil der Shitstorm nicht auszuhalten?
00:15:21: Es gibt einfach Ärger und es bringt nichts.
00:15:25: Also das heißt ich sage auch nicht mehr heute Juncker wollt ihr einen Trunk sondern ich nehme dasselbe.
00:15:35: ja was wollt ihr denn?
00:15:36: Und wie wir Amerikaner sagen same game different attitude.
00:15:41: Ich freue mich für jeden, der den Schuss nicht gehört hat und noch irgendwelche Dickpicks verschickt oder so.
00:15:49: Muss man sagen natürlich gehörte bestraft gar nicht mal wegen moralischer Verfehlungen sondern war einfach nicht kapiert hat dass wir jetzt im Jahr zwanzig sechsundzwanzig Mitte des Jahres haben und das halt nicht mehr geht.
00:16:01: Feierabend.
00:16:03: generell ist es bei mir so wenn auf irgendetwas so kollektiv eingetroschen wird Bin jetzt sofort dafür.
00:16:09: Ich bin seit neuestem auch Rosa Fan von Greta.
00:16:12: Ach was?
00:16:12: Ja, die mir auf den Keks gingen also noch Streiks davor des Kohlskreik vor der Klimaart mit dem Pappschild und das war ja die Zeit als wirklich neben Transpeed Dating war.
00:16:24: Von allein Merkel alle!
00:16:26: Man kam gar nicht schnell genug Jimmy auf die Couch.
00:16:28: Jetzt sieht ihr das konsequent weiter durch.
00:16:30: Plötzlich ist sie böse Greta sag ich genau My kind of woman.
00:16:35: Richard Wagner
00:16:37: Grüße bitte.
00:16:37: Ach so, Richard Wagner.
00:16:38: ja!
00:16:40: Ich finde es lustig dass wir über Richard Wagner zusammengekommen sind.
00:16:43: Wir haben ein Telefoninterview geführt mit Blick auf ihren Auftritt hier in Karlsruhe mit Klaus Ferrand Vogt.
00:16:48: Wagner zu dritt.
00:16:49: Juppsschneiderrat heißt
00:16:51: der Pianist
00:16:52: und ich möchte jetzt nicht soweit gehen zu sagen Richard Wagner ist ein Türöffner aber vielleicht ist es andersherum so.
00:17:00: korrigieren Sie mich oder?
00:17:02: Was erfahren Sie?
00:17:03: Sie sind jetzt schon einige Male mit diesem Programm unterwegs.
00:17:07: Unser großes Haus war voll, das erlebt man bei einem Gesprächsliederabend quasi nie.
00:17:14: Haben sie den Eindruck, dass die Leute für Richard Wagner begeistern durch dieses Format?
00:17:20: Nein!
00:17:20: Das Publikum kam wegen Klaus Florian Vogt.
00:17:22: Es kam auch einige Fans von mir, die glaube ich bis in irritiert waren an dem Abend.
00:17:29: Aber ich habe das ja genau gesehen.
00:17:31: Die Leute waren, sind teilweise in so eine Art Meditation versunken als er gesungen hat.
00:17:38: Und als er zum Schluss den Lohngrin gesungen hatte im fernen Land ... Ja die Kreis erzählen.
00:17:45: Da waren die Leute wirklich ergriffen.
00:17:48: Man muss mit diesem Wort vorsichtig sein aber ich habe das genau gesehen.
00:17:56: Es war ne große Kennerschaft im Publikum?
00:17:58: Ich habe auch gehört, hier gibt es eine, haben Sie mir glaube ich gesagt, lebacher Gesellschaft
00:18:02: oder so.
00:18:02: Genau ausgesucht der Wagner-Verband, alte Tradition
00:18:04: und es waren wirklich Experten da.
00:18:08: und ich hab ja dann nach am Beginn des zweiten Teils so ne kleine Konferenz gemacht wo da hatte gerade Manuel Hagel das Problem mit den braunen Haaren und den braunden Augen wo ich dann sagte dass geht heute nicht mehr.
00:18:21: Ich komme allerdings aus einer Zeit, wo man damit aufgewachsen, dass es ist.
00:18:25: Natürlich kommen die schärfsten Luder aus dem katholischen Mädchengymnasium.
00:18:28: Da habe ich einige Hersteller im Publikum gesehen, die sehr empört gucken und gedacht haben ... Ich wusste gleich, dass er hier viel am Platz ist.
00:18:40: Aber deswegen hab' ich ja gesagt um denen auch eine Möglichkeit geben, da emotional ein bisschen eine Stufe höher zu schalten.
00:18:45: aber die Leute wollten Klaus Florian Vogt singen hören Und man merkte das auch bei allem, was er angesagt hat.
00:18:53: Die Leute kannten die Opern, die Leute kannte die Arien und zum Teil auch die Aufführungen.
00:18:58: Denn der Wagner Freak reißt ja hinterher.
00:19:02: Der Wagner Freaks ist überwiegend vermögend und ist weltweit unterwegs um seine Stars zu hören – auch die heterosexuellen Fans!
00:19:16: Muss man betonen?
00:19:18: Nein, weil die sozusagen, dann haben sie finanziell nicht so üblich ausgerüstet sind.
00:19:25: Aber da habe ich jetzt...
00:19:27: Eine interessante These.
00:19:28: Das kriege ich in der Zwischenzeit ein bisschen ausführen.
00:19:30: Evidenzbasiert?
00:19:31: Ja ja.
00:19:33: Also zum Beispiel sage ich nicht wo es war um den Personenschutz zu waren drei Herrschaften kennengelernt, die im Privatjet aus New York kam und ich sagte Geht zurück nach New York, nach der Aufführung.
00:19:50: Und sie sagen ... No no to be honest we go to Buenos Aires.
00:19:54: To see our next ring!
00:19:56: Ja cool so und das finde ich ja eigentlich toll.
00:19:59: Wenn ich überlege jetzt heute an dem Tag wo wir aufzeichnen muss unsere Nationalmannschaft mit Lufthansa mit den Passagieren pflegen.
00:20:06: Mit dem Fan.
00:20:07: Also das heißt da vorne sitzen die Stars und hinten sitzt ein Fan.
00:20:11: Wo sind wir angekommen in Deutschland?
00:20:13: Und der Wagner-Fan fliegt allein.
00:20:16: Ich sage in je nach Vermögenslage, Erbschaft und ansonstigen Hobbys kommt man da schon auch mal im Jet.
00:20:24: Ich meine es ist ja auch nicht billig.
00:20:26: ich habe auch gehört zum Beispiel dass Leute sich Tickets aus Tokio bestellt haben für die Skala in Mailand und gehört haben Herr Thielemann dirigiert nicht Abgesagt.
00:20:41: Ja, verrückt!
00:20:42: Also heißt man fliegt von Tokio und da fliege man aber nicht mit Flix Air sondern da kann man schon pennen wenn es halt halb um den Globus geht.
00:20:51: ich finde das aber toll ja ist auch... Ich meine die haben halt das Geld und so gut werden sie für sowas ausgegeben
00:20:57: Und im Beirat quetschen sie sich dann trotzdem und machen sich ganz klein.
00:21:00: Sie waren ja auch mal dort bei dem Festspieler?
00:21:03: Ja,
00:21:03: ich hatte zum Glück von Klaus Florian Vogt eine Karte gekriegt.
00:21:06: Seine Frau hat auch freundlicherweise für mich betreutes Zuschauen ermöglicht, hat mich abgeholt so damit ich mich zurecht finde – und ich saß wirklich so wie hier!
00:21:14: ... in Polster sesseln.
00:21:16: Hat da
00:21:16: hinten oben?
00:21:17: Ja, ja!
00:21:18: Ah, beneidenswertes.
00:21:21: Es war mir fast ein bisschen viel Platz... Die Beine so bequem ausstrecken zu können.
00:21:26: Vorne sah ich die Kenner auf diesen Klappstühlen leiden.
00:21:31: Ich saß extremst bequeme und es ist natürlich absolut fantastisch.
00:21:36: Plötzlich wird es dunkelplötzlich geht das los.
00:21:37: man sieht nicht wenn der Dirigent oder Direktor kommt
00:21:41: Nein.
00:21:41: Das ist ja das Großartige eigentlich.
00:21:42: Und
00:21:42: man hört auch den ersten Ton manchmal erst nach einigen Sekunden, weil
00:21:46: ... Aber das wollte er der Meister so!
00:21:50: Aber jetzt können Sie gar nicht so richtig mitreden, weil sie haben es nicht durchlitten.
00:21:54: Mit Ihren Beinen wäre's ja gar nicht möglich wahrscheinlich für mich.
00:21:56: Ja, aber gut ich kann mir das Leiden ja vorstellen.
00:21:59: Das leiten sich aber anderen auch für irgendwo auf bequem sitzen, aber halt leider das sehen muss, weil wir auf der Bühne passieren.
00:22:04: Man muss es vielleicht mal kurz beschreiben für Leute die dort noch nicht waren und uns zuhören.
00:22:09: Bayreuth hat ja Sitzreihen, ich glaube von vierzig Plätzen und man kommt an einer Person nicht vorbei wenn die Milch steht.
00:22:17: Man kann auch die Beine nicht überschlagen ohne weit selbst auszuweichen.
00:22:21: also auch kleine Personen Und ja wehe man kommt zu spät muss noch schnell durch oder es wird einem gar schlecht.
00:22:28: Es gibt da dort überhaupt keine Klimaanlage.
00:22:30: das ist alles denkmalgeschürzt.
00:22:32: Also eigentlich ein Ort der... Da es wird körperlich.
00:22:37: Aber sobald die Musik beginnt habe ich auch mal selbst geschrieben möchte man eigentlich den selbst diesen klappstuhl auch gegen einen melk schämen noch eintauschen weil es einfach doch
00:22:45: Man muss da, aber das sind ja wirklich Fans.
00:22:48: Da geht keiner zufällig rein oder um mal sich zu zeigen und so.
00:22:52: Sondern das sind schon Leute die sich auskennen.
00:22:55: Ja man merkt es auch in den Pausen.
00:22:57: Die reden ja untereinander.
00:22:58: Da fliegen ja die Sängerinnen und Sängernamen hin und her wie wenn andere über Fußball reden.
00:23:02: Absolut!
00:23:02: Wir haben denen gesehen und so... Das war für mich kein Alberich.
00:23:05: Und das ist ganz klar dass das geht in Richtung Wota an bei dem und so Und das ist aber toll.
00:23:10: Ja, das geht ja bis hin zum Busfahrer.
00:23:13: Ich hab mal irgendwann nicht ins Hotel zurückgefunden nachts um zwölf nachdem wir essen waren und hab dann junge Leute die ich sonst so nicht ansprechen würde weil sie mir eher Angst machen gefragt wo ist denn das Hotel Lohmühle?
00:23:24: der Lohngrin ein ganz lyrischer Also.
00:23:29: man kennt sich dort wirklich aus.
00:23:30: es ist die Muttermilch Die Klo-Dame singt und Angie war immer auch Außerhalb des roten Teppichs als große glühende Wagner-Begeisterte.
00:23:43: Und
00:23:43: sie kennt sich sehr aus, es gibt ein Interview mit Franz Welser Möst wo sie glaube ich in Salzburg Rosenkavalier oder irgendeine Richard Strauss-Oberg gesehen hat und ihn in der Pause getroffen hat auf Ermittlung der Leiterin Frau Rabel Stadler damals noch vor diesen schrecklichen Vorkommens in Salzbourg.
00:24:05: Und Franz Welser am West war total fasziniert, wie detailliert sich Angela Merkel auskannte.
00:24:11: Wie ist es bei Ihnen?
00:24:12: Was faszineert Sie an Richard Wagner?
00:24:16: Die Musik schon auch ja aber ich bin da jetzt so ein... Ich bin dann natürlich jetzt so in so ein Greatest Hits durch den Arm Mittlaus worden und hoch geworden.
00:24:26: Ich warte auf den Lohn kriegen und ich warte natürlich auf die Wellserufe.
00:24:36: Einer ging einer kam und keiner ging der Frühling und so weiter.
00:24:40: Aber ich muss auch sagen, ich habe mir jetzt am Fernsehen die Wallkühe angeguckt, wo ja dann doch gewarnt wird weil Der Wanderer alles nochmal erzählt sehr lange was man schon weiß aus den zwei Opern.
00:24:57: Ich fand es aber toll, weil es gehört ja mit dazu und ich bewundere einfach den Lebenslauf von Wagner.
00:25:04: Also diese permanente Flucht, die permanente Geldnot.
00:25:07: Die Tatsache das er in Weimar war, Tannhäuser oder Lohn kriegt euch bei der Premiere gar nicht sein konnte, weil er mit einem gefälschten Paths den ihm seinen Schwieger Vater Franz Lis gegeben hat, geflogen ist, sieben Jahre außer Landes
00:25:20: usw.,
00:25:23: Cosima-Fünftausendzeiten Tagebuch geführen, damit die Welt in Richard richtig in der Innenwelt hält und und.
00:25:30: Und ich meine ... Es muss an mir erst mal diese Musik einfallen ja?
00:25:34: Aber ich muss es ja auch notieren können.
00:25:38: Das stinkt jetzt vielleicht extrem doof ist das vielleicht auch aber ich mein Ich muss ja wissen welches Instrument spielt.
00:25:47: was Also instrumentieren können, ist ja nochmal eine ganz andere Kunst als komponieren können und er hatte auch Instrumente dazu erfunden.
00:25:58: Die es vorher nicht gab oder sowas wie dieser Ambos da wenn die runtergehen zu den Nachtalben geht dann die in der Musik eingebaut sind und so der Wahnsinn eigenes Theater zu bauen Was ja erst, glaube ich am Rhein bei Wiesbaden stehen sollte und nach der ersten Aufführung abgerissen werden sollte.
00:26:15: Ja,
00:26:16: Karlsruhe hatte auch einen Blick gehabt bis eben...
00:26:19: Also ich finde dieses Pensum runterzureißen Und ja definitiv eine neue Zeit in der Musik einzuleiten.
00:26:29: Also eigentlich ein Größenwand, der aufgegangen ist wie man sieht bis heute schon beachtlich.
00:26:35: und die ganze Sache damit Wesendonk in Zürich und man trifft sich unten und weil es wird immer so getan er hatte im Gartenhausgebot das war eine kleine Villa in der wesentlichen Wahn gebaut hat nicht ich meine in Züri Dein Dämmermann, also der Code Name zwischen ihm und Matilde Wesendonk war ... Ich bin dein Dämmernmann.
00:27:00: Weil sie sich in der Dämberung getroffen haben.
00:27:02: Ja.
00:27:03: Romantisch!
00:27:04: Und wie gesagt, Herr Wesendong hat alles bezahlt ja?
00:27:08: Also das ist ... War eine andere Zeit.
00:27:12: War ein neunzehntes Jahrhundert.
00:27:14: Aufschnittlich sowieso ... Als Hobbyhistoriker mein Lieblingsjahrhundert
00:27:19: Ja, in der Tanz.
00:27:20: Queen Victoria, Charles Dickens ... die ganzen Franzosen und auch dann in der Musik im Ausgang, die die ganzen französischen Organisten, die ihr alle für die Orgel komponiert haben, weil es ja gar nichts hat und so.
00:27:42: Das Jahrhundert finde ich... Und ich kann mich natürlich mit Haltbildung schnell beteiligen.
00:27:47: Das sogenannte lange, neunzehnte Jahrhundertjahr.
00:27:49: Oh!
00:27:49: Dass ja für viele von siebzehnundundundachtzig bis ein, wie sogar nineteenhundundvierzig ging und damit reicht es dann auch.
00:27:57: aber manchmal bietet sich gelegen hat mit so einem Satz dazwischen zu gehen und wieder in einen anderen Podcast eingeladen zu werden weil man glaubte ich würde eine Ahnung von Geschichte haben.
00:28:07: Aber vom Musik haben Sie Ahnung?
00:28:09: Auch
00:28:09: nicht wirklich
00:28:10: Ja, aber trotzdem Ich find's beachtlich.
00:28:12: Man bringt ja mit ihnen weder Richard Wagner noch das Orgel spielen jetzt wenn man die Harald Schicksal kennt, als erst in Verbindung.
00:28:20: Was ist denn damals passiert?
00:28:22: Das Ausgebildete der Kirchenmusiker sind Sie, ne?
00:28:25: C.
00:28:26: Zähprüfung das ganz wichtig.
00:28:27: ja was ist passiert?
00:28:29: dass sie sich dann doch entschieden haben ich werde lieber Schauspieler
00:28:33: Ja ein ein fantastisches Gehen das mir Herr mitgegeben hat erkannte es reicht nicht für den Berufsmusiker.
00:28:40: das ist ja...das hat mich von einem übenden Schicksale bewahrt.
00:28:44: Diese ganzen Menschen, die Tag und Nacht üben
00:28:46: usw.,
00:28:47: was sie heutzutage bringen müssen um überhaupt in ein Orchester zu schaffen.
00:28:52: Ist sehr unvorstellbar.
00:28:53: Nach
00:28:54: Stunden am Tag ist dann...
00:28:54: So!
00:28:55: Und ich möchte jetzt keinem Orchester zur Nahe treten aber es sind nur sehr wenige bei den Berliner Philharmonikern.
00:29:02: Der Rest kann irgendwo sein privates Glück finden.
00:29:06: Aber ich sehe da auch viel Schicksale Die dann im Sommer in feuchten Gemäuern rumkriechen und als Streichquartett irgendwas spielen zu einem Lohn, der wirklich die Menschenrechtskommissionen auf dem Plan rufen müsste.
00:29:21: Und das haben Sie auf sich zurollen.
00:29:22: sehen dieses
00:29:23: Schicksal?
00:29:24: Nein ich habe es eigentlich, ich war natürlich wahnsinnig eher geizig ja aber da waren Leute da... Das war die Kirchenmusikschule Rottenburg, die sich auf die Musikhochschule Stuttgart vorbereitet haben und die haben einfach so mal um sich warm zu spielen So Sachen wie zum Beispiel dann die Melodie aus dem Choral im Pedal gespielt.
00:29:47: Ist nicht ungewöhnlich, kommt bei Bach auch vor ja aber es mal einfach so aus Jux und Dollerei zu können.
00:29:53: ich war schon vor wenn ich das Gotteslob hieß dass das Gesangbuch in der evangelischen Kirche heißt das EKG.
00:30:00: Evangelisches Kirchengesangbuch heißt wirklich so Ja?
00:30:03: Wenn ich das aus dem Satz der da Notierfall hingekriegt habe ja und und da hab' ich blitzartig gemerkt Ganz intuitiv.
00:30:11: Finger weg!
00:30:13: Trotzdem liegt, kann man sagen Musik in ihrem Blut.
00:30:17: Man erlebt sie ja auch als Sänger.
00:30:18: war das nicht im Gewandhaus Leipzig mit Kurt Masur und Niedern
00:30:22: auf der Welt?
00:30:22: Ja aber das war ja eine gigantische Situation.
00:30:27: Klar hat er der achtzigste Geburtstag von Kurt Masour und er sagte zu mir ich soll on a slow boat There's a boat that is leaving soon for New York.
00:30:39: The parade-Rolle von Sammy Davis Jr.
00:30:43: Hätte ich schon mal ins Krübeln kommen müssen, wo da genau die Ähnlichkeiten zwischen mir und dem Genie sind ... Da war ich dann so geblendet von der Karriere von Kurt Masouda, dass er mir das zutraut an sichern.
00:30:58: Dann
00:30:59: passt es so?
00:31:00: So kam hin und konnte aber den Song noch nicht, weil ich dachte, das Orchester übt denn mit mir!
00:31:05: auch völlig ohne Ahnung für die Praktik meint, das ist glaube ich zwanzig Jahre her.
00:31:09: Dass man wie man sagt studiert kommt.
00:31:11: Das Orchester lacht sich tot.
00:31:13: als ich da anfing ja?
00:31:14: Dann dachte ihr aber gut Fris oder Stirb und ich meine... Ich habe zum ersten Mal dann mit so einem riesen Orchester.
00:31:20: also hinter mir saß das Gewandhausorchester Leipzig.
00:31:23: So und die eigentliche bohante erste Reihe Mitte saß Kofi Annan Freund von Kurt Masur.
00:31:31: Und als ich rauskam mit diesem Song Als Welt Spitzen-Diplomat hat dann natürlich sein Gesicht im Griff, aber ich glaub den seinen Augen zu lesen.
00:31:42: Ich habe als Generalsekretär der Vereinten Nationen viel Elend gesehen.
00:31:46: Aber das übersteigt alles und ... Und ich bin natürlich rausgeflogen während des Gesangs.
00:31:53: Ach so!
00:31:54: Ja klar!
00:31:55: Natürlich wusste keiner mehr wo ich bin und bin dann einfach ausgestiegen oder keine Ahnung.
00:32:02: Und guck mal so umarmte mich, und es wurde wahrscheinlich in der Art ... gibt auch Menschen die's vom Schicksal nicht so gut mitgekriegt haben.
00:32:11: Eine Chance als Aktion Mensch oder sowas ja?
00:32:14: Und hinterher spielt er sowieso gleich Frau an Sophie Mutter.
00:32:17: Ich glaub das wird das Beethoven-Konzert, ich weiß mehr genau.
00:32:21: Das war vergessen
00:32:21: usw.,
00:32:22: aber ich habe dann auch sozusagen ... seither weiß ich dass es eine Auferstehung
00:32:28: gibt.".
00:32:29: Weil ich bin praktisch, weil ich war stehen KO und ging einfach weg.
00:32:32: Und man muss dann aber auch einfach so tun wie als sei das ein neues Konzept.
00:32:36: ja also sowie wir jetzt in der Inszenierung im Beirat auch Der Drache nicht mehr getötet wird, indem man ihm den Speer einhaut.
00:32:45: Sondern Siegfried wird eben den Rollator weg.
00:32:48: Richtig,
00:32:50: genau.
00:32:50: Ich habe
00:32:50: da eine neue Perspektive eröffnet.
00:32:53: Nur rückblickend gesehen war das mehr als ein Ritur und Bodensee.
00:32:56: Und wie fühlt sich dann ein Harald Schmidt mit so einer kleinen Niederlage?
00:32:59: Lachen sie über sich selbst oder...
00:33:01: Man hat einen Lernen für die Zukunft zum Einlernen für ... aber man muss die Story kennen!
00:33:06: Die Story kam, ich zeichne dir meine Show auf.
00:33:09: Kam in die Garderobe, da lag ein Zettel.
00:33:11: Maestro Kurt Mazur bittet um Rückruf.
00:33:14: Bitte Zeitunterschied zu Connecticut
00:33:17: bedenken.".
00:33:18: Da stand er auf dem Zettl und dann dachte ich das kann jetzt nur heißen... Ich soll an der Mat den Ring und die Zauberflöte einen Nachmittag inszenieren?
00:33:30: Ja so!
00:33:32: Rief ihn an, dann war das, er klappte es irgendwie nicht.
00:33:35: Dann war bei der Erkenntnis dran kurz und gut Man trifft sich in Paris.
00:33:39: Am ersten Mai dachte ich mir Hallo!
00:33:41: Zeitunterschied Connecticut?
00:33:44: Man triffte sich im Paris natürlich.
00:33:46: Ich kam nach Paris Und das Treffen fand statt in einer Suite des Hotels Criant Nicht ganz billig.
00:33:56: Der Maestro hatte so eine Schiebermütze auf wie Frio Helmut Schön Der legendäre Bundestrainer, der Mann mit der Mütze.
00:34:03: Und er sprach zu mir in der dritten Person ... Das gab's nicht mehr?
00:34:07: Er sagte zu mir, wird eher singen und ich guckte mich erst mal um weil ich dachte ist da noch wer im Raum sind, die nicht gesehen haben.
00:34:14: Er meinte mich!
00:34:20: Ja gut so kam ich da rein.
00:34:21: also bitte anrufen in Connecticut treffen ihn.
00:34:24: Paris dachte ja das ist jetzt die Weltkarriere die mir zusteht und endlich erkennst man einer.
00:34:29: Und dann habe ich noch den Zauberlehrling rezitiert, weil er spielte.
00:34:34: Den Zaubelehrlingen von, ich glaube, Paul Lyca, heißt der Kompolist.
00:34:38: Auch dort bin ich rausgeflogen, weil ich getrieben vom Ehrgeheiz dachte, ich mache es auswendig und hatte aber schon in derselben Abend den Flop mit Borgen Best hinter mir.
00:34:53: Und es war dann aber eigentlich wurscht, weil ich hätte auch nicht mich gewundert.
00:34:57: Es hieß bitte pass abgeben Klamotten aus und nackt einmal quer durch die ehemalige DDR Richtung Ostsee.
00:35:05: Aber nein!
00:35:06: Man saß am Tisch hinterher und es war entspannt.
00:35:10: Ich habe dann auch bei der Gelegenheit gelernt wie sich jemand wie Kofi Annan verabschiedet.
00:35:15: Da wird nämlich nicht aufgestanden.
00:35:17: Also für mich wird's auch Zeit, ich muss morgen früh raus.
00:35:20: Tschüssi, lasst uns heute nix da.
00:35:22: Sondern er sagt ganz leise, Rieschenmann it was a wonderful evening.
00:35:27: please keep your seats.
00:35:29: und dann ist er zu der am nächsten liegenden Tür weg.
00:35:33: Nein so unsichtbar.
00:35:34: Könnten also viele aus dem regionalen Politikbereich etwas lernen?
00:35:38: Mhm verstehe ich habe gehört sie sind großer Musical-Fan.
00:35:44: Ja
00:35:45: Das unterscheidet uns leider sehr.
00:35:47: Sie mögen keine Musicals?
00:35:48: Aus irgendeinem Grund habe ich den Fuß noch nicht reingekriegt.
00:35:51: und jetzt ist die Frage für einen Musical-Mutel wie mich, wie steigt man ein mit welchem Stück
00:35:55: was... Also ich würde auf jeden Fall nach London gehen in einem Musical, das schon gut und gern, sagen wir mal drei Jahre vier Jahre auf dem Bucke hat oder noch mehr weil und best noch an einem Tag wo sie zweimal spielen in der Nachmittagsvorstellung also
00:36:11: in die zwei erste Ein
00:36:13: unfassbares professionelles Verhalten ist, weil alle mitwirkenden dankbar sind dass sie Ortenjob haben.
00:36:24: Es gibt ja nicht dieses abgefederte System wie bei uns halb leere Bude und man sagt da hat das Bürgerton was zu knapsen.
00:36:32: Nee es einfach stehen Geöde!
00:36:35: Und ich habe teilweise im Musicals das letzte was ich gesehen habe Cabaret hab' ich jetzt innerhalb von einem Jahr fünf mal gesehen in unterschiedlichen Besetzungen.
00:36:44: Und die beste Besetzung war sogar die als der MC, also mit der für die Joel Gray den Oscar gekriegt hat.
00:36:54: Die hat ein sogenannte Swing gesungen.
00:36:56: Das heißt es gibt Leute, die haben alle Rollen in dem Musical drauf.
00:36:59: wenn der angebliche Star krank wird oder nicht kann dann springt er ein und das war an dem Tag.
00:37:04: Und das war fantastisch!
00:37:05: Und das ist wirklich... das ist ja damit sehr viel Geld verbunden.
00:37:11: Da wird das Theater komplett dafür umgebaut.
00:37:12: Da geht man schon mal mit zehn Millionen in den Vortage, bevor er aus der Vorhang aufgeht und wenn das Ding nicht funktioniert ist es nach vierzehn Tagen weg und für die Sängerinnen und Sänger war's das.
00:37:23: Und was mich immer fasziniert ist zum Beispiel Musical wie Billy Elliot.
00:37:28: da hat man dann einfach zwölf Sänger, die aussehen wie Bergarbeiter, was das Stück fordert aber die halt auch noch tanzen können und ins Spagat gehen.
00:37:35: Und wenn ein Stück gespielt wird, gab es so einen Gershwin Musical.
00:37:39: Wo man einfach zwölf Gershhwins zusammen genagelt hat und dann findet man schon eine Story.
00:37:44: Aber man hatte die Musik... Da waren dann zwölfe Revue Girls von Nöten und die haben die halt auch.
00:37:53: Das sind dann einfach Tänzerinnen, die aussehen wie Las Vegas-Tänzeren und da ist bei uns in den Tatern oft viel behauptet.
00:38:06: Man muss dann halt glauben, dass die Männer hinter dir sind oder so.
00:38:10: Festspielhausfüßen?
00:38:12: Sind sie da auch auf?
00:38:13: Nein!
00:38:15: Also wenn ich nach London fahre, bin ich noch nie enttäuscht worden und die Handlung ist fast wurscht.
00:38:21: Also Cabaret ist natürlich eine tolle Story aber ... Ich mag einfach, das ist superkleber gebaut.
00:38:30: Wir gehen mit einer starken Nummer in die Pause, ich komme aus der Pause raus Es gibt eine Applausnummer.
00:38:36: Und wie gesagt, also jetzt ... wo ich bei fünfmal Cabaret, bei den Tanz-Szenen und so das Bein ist halt in jeder Vorstellung so hoch, wie es sein muss.
00:38:48: Es macht keine halbe Kraft.
00:38:50: Mein Hobby ist auch drauf zu achten, bei denen die abgehen hinten.
00:38:54: Wie lange hält er die Konzentration?
00:38:56: Er hält die Konzentration bis er nicht mehr zu sehen ist.
00:39:01: Ich bin ein großer Fan davon, dass man dass man das am Abend einspielen muss.
00:39:07: Also diese subventionierten Flops hat sich auch mit der Zeit sowieso erledigt, weil die Kommunen kein Geld mehr haben.
00:39:16: Können Sie sich an Ihre ersten Schallplatte erinnern?
00:39:19: Ja!
00:39:20: Die erste Single war Barry Ryan, Eloise.
00:39:24: Kennen sie wahrscheinlich gar nicht mehr und die erste ...
00:39:27: Eloise!
00:39:31: Das ging glaube ich auch sieben Minuten oder so, das war damals schon ungewöhnlich.
00:39:35: Und die erste LP war eine Bee Gees
00:39:40: L.P.,
00:39:41: ich glaube, die hieß sogar Massachusetts.
00:39:44: Ach wie schön!
00:39:45: Ich bin mir nicht sicher ob sie so hieß, aber das war auf jeden Fall raus.
00:39:48: Die sind zu bewundern.
00:39:49: und haben Sie das neue Album von Pormick Hartney schon angehört?
00:39:52: Nein.
00:39:53: Demnach auch nicht die Show gesehen, die letzte in ... Ah ja, da brauchen wir doch gar nichts
00:39:58: mehr.
00:39:58: Nee, was der Pormack Hartney ist für mich, ich verstehe dass er auf Tournee geht, es ist auch langweilig.
00:40:02: Tut
00:40:02: das?!
00:40:03: Ich dachte ...
00:40:04: Ja, sehr.
00:40:04: Also nur noch zwei Tieren in Südamerika und dann eine USA so.
00:40:10: Das verstehe ich total, aber man wartet drauf, dass er nicht die alten Bittelsachen spielt.
00:40:14: Gibt es Fragen, die Sie echt nicht mehr hören können?
00:40:16: Nee!
00:40:16: Weil dann darf ich kein Interview machen.
00:40:18: Das weiß sicher gar nicht von meinen.
00:40:20: Und es geht ja heutzutage auch wirklich um das Beballern der Kundschaft.
00:40:26: Sie können auch nicht mehr sagen, ich mache sehr gewählt nur ein Interview im Zahl Mit der Zeit, das interessiert keine Sau.
00:40:34: Also im Zweifelsfall ... Ich hab schon Interviews mit Schülerzeitungen gemacht.
00:40:38: Die Nummer, ich spreche nur mit der Seriositätspresse.
00:40:40: Das bringt gar nicht.
00:40:41: Ich habe letzte Woche drei Interviews pro Tag gemacht.
00:40:44: Österreichische Presseagentur, Regional, Seite Frankfurt, allgemeine.
00:40:49: Die haben das halbseitig gebracht.
00:40:50: zum Thema Depressionshilfe?
00:40:52: Ja!
00:40:53: Sie müssen heute ... Ich mach eigentlich alles.
00:40:56: Weil ... Entweder sie ballern oder sie lassen es ganz bleiben.
00:41:02: Ja, aber das reduzierte
00:41:05: nicht so.
00:41:06: meiner Meinung nach funktioniert zu meinen ja die meisten anderen auch ja schon selber alles machen Instagram und weiter.
00:41:12: Ich glaube Sie haben gar keinen Instagram-Account.
00:41:14: Kein
00:41:15: nix.
00:41:16: ich habe oft gehört aus der Generation von ihnen man war entweder Beatles oder Stones Fan.
00:41:22: wie ist das bei ihnen gewesen?
00:41:23: Ja ich war da nicht so leidenschaftlich.
00:41:25: also musikalisch waren es ganz klar die Beatles Wenn's in Song dem wie, zum Beispiel B-Course.
00:41:34: Das ist ja eine richtige Komposition.
00:41:37: und überhaupt das weiße Album Blackbird oder ich weiß gar nicht, Martha My Dear heißt da glaube ich auch?
00:41:47: Ich bin nicht so Beatles
00:41:48: dran gefest.
00:41:49: Also musikalisch die Beatles aber als Frontmann natürlich schon Mick Jagger.
00:41:56: Und auch wer heute noch zu Paul McCartney und so geht, wartet er drauf.
00:42:00: Dass er die alten Songspiele am Schluss kommt halt immer Hey Jude.
00:42:06: oder?
00:42:06: ich glaube die Schlußung ist sogar Live and Let Die und das singt halt das ganze Stadion mit und zwar können alle den kompletten Text und es dann schon toll.
00:42:16: Genau!
00:42:16: Das war die Frage nach der ersten Schallplatte.
00:42:20: Gibt's Erinnerungen an die erste Party?
00:42:26: Wenig Wenig.
00:42:29: Die Partys damals ... Das war einfach, dass man sich beim Kumpel im Keller getroffen hat und irgendwie an den Beinvorrat vom Vater gegangen ist?
00:42:38: Bei
00:42:38: Neonlicht!
00:42:39: Neonlich gab es gar nicht.
00:42:40: Der Party-Licht wurde erzeugt in dem man über eine Bürolampe ein buntes T-Shirt hängte.
00:42:46: Also ich meine ja wir reden ja von Nürtingen am Nekan, Und viele Partys im katholischen Gemeindehaus.
00:43:00: Ja, und da war ja überhaupt ... Wer bringt Platten mit?
00:43:04: Wer hat Platten?
00:43:05: Wer hatten einen Plattenspieler?
00:43:07: Dann kam später der Kassettenrekorde.
00:43:10: Aber es muss einer anschleppen!
00:43:12: Wer bringt eine Box mit?
00:43:14: Da hat man in den Ferien gejobbt, um sich Boxen kaufen zu können.
00:43:18: Das war ja nicht wie heute Spotify oder was weiß ich.
00:43:22: Alles vorrätig, sondern ... das musste alles schon sehr organisiert sein.
00:43:29: Gibt auch ein YouTube-Video.
00:43:30: da besuchen Sie Ihre Eltern?
00:43:31: Ja!
00:43:31: –in zweiundneunzig.
00:43:33: Ich habe natürlich Messer scharf gestochen als bayerische Seele.
00:43:36: Ihre Mutter hat einen bayerischen Akzent gehabt.
00:43:38: Meine Mutter stammt, ist geboren in Brünn.
00:43:41: Also Südmeere, das ist im Grunde ... Österreichisch kann man ja nicht sagen aber so... Also sagen wir, für Ohren hier fast wienerisch.
00:43:50: Und das war ... So hat sie auch mit ihrer Mutter gesprochen und zwar ... Als die da mit uns gesprochen hat, war es nur gefärbt.
00:43:58: Aber mit ihrem Mutter fiel sie sofort in diese spezielle Mundart auch mit speziellen Ausdrücken.
00:44:04: Dann
00:44:04: sind Sie zweisprachig aufgewachsen?
00:44:07: Ja, jetzt habe ich erst in kürziger Zeit begriffen.
00:44:11: Ich hab im Migrationshintergrund also mein Vater kommt aus Karlsbad.
00:44:15: Das heißt zu dem Land Und ich bin ein Musterbeispiel für geglückte Integration.
00:44:21: Ohne natürlich meine Wurzeln zu verleugnen und permanent auch aktiv für Aussöhnung- und positive Zukunftsgestaltung, also... Ich bin erst zufällig draufgekommen jetzt auch durch die ganz preisberichtige Stattung von Übel Cem Özdemir da.
00:44:38: ich sagte ja im Grunde kann es nicht so klar Meine Eltern waren ja Deutsche in diesen Minderheitengebieten, aber mit ein bisschen historischer Ungenauigkeit lässt sich da wunderbar auch diese Seite noch ins Portfolio aufnehmen.
00:44:58: Bevor ich gleich zu fragen komme die Lisa an Sie gerne stellen möchten wollte ich ganz gern wissen wie ist so Ihr Verhältnis so sehr in der Öffentlichkeit stehen?
00:45:09: Jahrzehnten vor der Kamera auf der Bühne.
00:45:11: Wir haben hier einen großartigen Komponisten gehabt, Wolfgang Riem, den man mal so schön gesagt hat in der Höfenlichkeit ist mir eine Hornhaut gewachsen.
00:45:18: Das hat mir sofort ein Bild davon gegeben wie es vielleicht sein mag wenn man ein Star ist?
00:45:24: Wenn jeder einen sofort erkennt... Wie geht es Ihnen damit?
00:45:29: Ähnlich!
00:45:30: Das können Sie nicht machen, wenn sie nicht das Profisanalysieren auch im Umgang Gibt übrigens ein tolles Interviewbändchen von Wolfgang Riem, was Joachim Frankfurter schon ist.
00:45:40: Ganz fantastisch.
00:45:40: Ist noch nicht
00:45:41: lange her, dass das Ende ist?
00:45:42: Nee!
00:45:43: Wo auch immer die Frau dazwischen redet weil sie dann einkaufen geht und so ja... Also ganz großartig.
00:45:50: Obwohl er auch zur Werke kategorisiert mit einem Satz, Mozart und Bach.
00:45:57: Das professionellisiert man also.
00:45:58: ich habe mal einen Interview gemacht Einer meiner lieblichen Schauspieler Gerd Forst, der auch schon nie mehr lebt.
00:46:07: Der zu mir sagt, du hast es geschickt gemacht!
00:46:08: Du hast so verschiedene Figuren erfunden die du durch die Öffentlichkeit schickst.
00:46:13: Die schickest du durch den Alltag spazieren und das ist so.
00:46:15: ich habe die Figur für den Elternabend, ich hab' die Figuru fürs Einkaufen gehen... ...ich hab', die Figurg für S-Bahn-Panning Karlsruhe...
00:46:21: Und wann sind sie Sie?
00:46:22: Das ist vollkommen interessant.
00:46:23: damit beschäftige ich mich gar nicht.
00:46:25: Das ist ja das Anstrengen dass viele Leute Modewort glauben sie wären authentisch.
00:46:29: Das is ja das Quellende
00:46:31: ist einfacher nicht authentisch zu sein.
00:46:33: Also ich finde es besser, jemand hat sich eine relativ artificielle Kunstfigur drauf geschafft als er belästigt einen mit dem was er für authentische.
00:46:40: Ja okay und was mir auch aufgefallen ist sind recht unkompliziert wenn's um die Freigabe von Interviews geht eigentlich gar nicht.
00:46:49: und wird einem irgendwann egal was die Öffentlichkeit über einen schreibt?
00:46:53: Und wenn ja was wird einem vielleicht nie egal.
00:46:56: also zum einen ist es mir egal was geschrieben wird zum zweiten bin ich noch hier eingelegt worden.
00:47:01: Also es ist noch nie etwas über mich geschrieben worden, was nicht stimmt.
00:47:05: Es
00:47:07: sind mache Sachen ungenau aber das ist im Toleranzbereich und es ist für mich ein Training.
00:47:14: ich muss halt wissen was ich sage wenn ich eine Interview machen.
00:47:18: ja dadurch ist man konzentriert während man das interview macht und ich mach es natürlich auch weil natürlich die JournalistInnen dass den KollegInnen sagen, der Schmidt liest aber gar nicht gegen.
00:47:33: Und deswegen sind ja, von einem Prozent der anderen Interviews stinkt langweilig.
00:47:37: Weil natürlich gegengelesen wird und dann geht noch mal Medienmensch drüber... Da wird die schön
00:47:42: zusammen ausgestritten?
00:47:43: Ja!
00:47:43: Und hinterher wird angerufen, das können wir bitte nicht sagen so schnaht ... Das allerlangweilige sind politische Interviews wirklich.
00:47:50: Klar, die müssen wir auch aufpassen.
00:47:51: Unfassbar
00:47:52: öde.
00:47:53: Am Schluss vielleicht eine kleine private Frage, aber bis dahin Sprachelsen.
00:48:04: Ja
00:48:04: ja.
00:48:05: Verstehe ich es geht nicht anders also aus deren Sicht, aber mich interessiert's nicht.
00:48:10: Ich lese auch so gut wie keine Interviews weil der beste AK Lager fällt.
00:48:16: Ohja!
00:48:18: Und ansonsten für mich zu langweilig.
00:48:24: So die Leserfragen haben aufgerufen und da habe ich drei ausgesucht.
00:48:30: Zum einen, ein Mario Beltrack aus Karlsruhe möchte gerne wissen.
00:48:34: Mit wem würden Sie sich lieber auf ein Bier treffen?
00:48:36: Manuel Andrak, Oliver Pocher oder Jan Böhmermann?
00:48:40: und warum?
00:48:44: Ich würde eigentlich alle drei einladen gleichzeitig und würde sagen bestellt schon mal ich gehe mal schnell aufs Klo und geh durch die Hintertür weg und komme nicht mehr Und würde den drei die Gelegenheit geben, sich untereinander zu... Verlustieren.
00:49:01: Gut!
00:49:03: Christian Raststätte aus Elchesheim-Illingen fragt eine kritische Frage, lesen Sie Kunst nur an Preisschildern ab oder gibt es auch Malerbildhauer oder Werke bei denen sie mal für einen Moment nicht ironisch werden?
00:49:16: Ich gehe überhaupt nicht ins Museum.
00:49:18: ich kann mit Kunst nichts anfangen.
00:49:21: Ich bewundere die Künstler das sind Genies aber es gibt mir nichts.
00:49:25: also ein live gesprochener Satz im Supermarkt Der interessiert mich, der erhöht auch meinen Pultschlag.
00:49:35: Aber wenn ich schon mal... Manchmal muss ich ins Museum um den Familienfrieden zu gewährleisten.
00:49:42: Schon nach zwei Minuten.
00:49:43: Begeisterung nicht?
00:49:45: Sie meinten so in der Familie!
00:49:46: Ja ja natürlich große aber schon nach zwei Minuten bin ich nur noch interessiert an den Museumsbesuchern Wo ich sehr viele Damen sehe, wo ich das Gefühl habe die hat den Garten auch mitgeschleppt.
00:50:03: Ja der Garte hat aber noch sich nicht genügend eben an zu bieten, sondern er schaut halt auch auf grau in grau Und ich merke an den Gesten, wie die Gattin ihm erklärt was der Künstler da beabsichtigt hat.
00:50:16: Das ist fantastisch und mich interessiert halt nicht.
00:50:19: Aber das ist dann Recherche für ihre Arbeit wenn sie einfach Menschen beobachten?
00:50:22: Ja!
00:50:23: Ich recherchiere permanent weil ich weiß ja nicht wo das nächste Thema auf mich zukommt.
00:50:27: Man ist eigentlich permanent auf Aufnahmen programmiert.
00:50:31: Zur dritten Frage Michael Stasny von Instagram meldet er sich, weiß nicht wo er wohnt möchte gerne die Lieblingsorte von ihnen in Baden genannt bekommen.
00:50:47: So viel kenne ich gar nicht, ich kenne aber wo ich häufig aufgetreten bin Scherzheim bei Baden-Baden.
00:50:57: da gab es einen Herrn der hieß Elmar Banz.
00:51:00: der war früher Sprecher noch des Rundfunks in Berlin.
00:51:05: angeblich hatte die letzte Meldung im Rundfunk in Berlin beim Kriegsende gesprochen Und Elmer Banz hatte eine kleine Scheune in Schatzheim, wo er ... Wo der halbe Südwestfunk aufgetreten ist.
00:51:18: Auch damals Leute wie Dagmar Berghoff und Sie Jahre als Unterhund.
00:51:22: Ich war noch ziemlich am Anfang und es war eigentlich eine gute Sache da auftreten zu dürfen überhaupt.
00:51:25: Da war ich viele Jahre.
00:51:29: Oder hab' ich in der Blume gewohnt?
00:51:30: Ich weiß nicht, ob's das Hotel den Gasthof noch gibt in Schattsheim.
00:51:32: Auch das war immer absolut fantastisch!
00:51:36: Aber ansonsten ist natürlich für mich ... Ja, die ganze Reinschiene.
00:51:44: Also auch unten mal Kräfler-Land und so ... Wir waren ja da im Winter in Badenweiler tolles Hotel wo sich leider kein Investor findet.
00:51:54: Ein Traum,
00:51:55: da haben
00:51:56: wir den ganzen Wussten früher Karten gespielt und die Lunge ausgerührt.
00:52:01: Nee, also Baden ist ein toller Landschirm.
00:52:03: Und diese Konkurrenz Baden und Württemberg gibt es für mich überhaupt nicht.
00:52:07: Das ist wie man in Köln genervt wird mit ich war einer verbotenen Stadt.
00:52:11: der meinte Düsseldorf an Kölnen.
00:52:12: Ja das interessiert mich null.
00:52:16: Der badische Landstrich ist toll weil ich dann natürlich immer auch irgendwie so eine Frankreich Nähe mit einbilde.
00:52:24: ja und bin.
00:52:27: ich bin selten da bin aber jederzeit bereit es großartig zu finden Was überhaupt ein gutes Prinzip ist.
00:52:33: Wenn man sollte, Leute haben die für einen dahin gehen!
00:52:38: Ich hatte zum Beispiel kürzlich vor zwei Tagen, ich glaube es hat mit einem Renovier oder mit einem Unwetter zu tun, da fuhr der Zug von Frankfurt Hauptbahnhof nach Köln den Rhein entlang aber nicht die Groblänzer Seite sondern die Rüdesheimer Königsinterseite.
00:52:53: Das ist die schönere?
00:52:55: Viel, wo normalerweise die Gütterzüge donnern.
00:52:58: Und da hat man den Blick auf die eigentliche Schöne der Zeit.
00:53:00: Da war noch einmal eine Burg an der anderen sensationell, weltweit unter den Top drei wie zum ersten Mal gefahren.
00:53:09: Fantastische Landschaft!
00:53:10: Der Zug hielt nicht weil er als ICE ausgeschrieben und das Wichtigste auch an der Reise neben den schönen Burgen war... Man ist sofort gewarnt, jemals diese Orte durch die man fährt zu besuchen.
00:53:23: Weil man hängt dann irgendwie so eine Weinseligkeit wie die Schneider.
00:53:27: Schütze Sorgen in ein Gläschenwein!
00:53:30: Ja?
00:53:31: Also was ja damals heute um Gottes will ... Weinalkohol, ja?
00:53:35: Und ich habe Horten von Menschen meiner Generation gesehen mit Fahrradhelmen und E-Biken, die entweder auf die Schiffe gingen oder dort auf die Regionalzüge gewartet haben, um dann die zu fluten.
00:53:47: Also mein Tipp, versuchen die Güterzugsseite des Rheins am Zufahren mit einem ICE der nicht hält.
00:53:57: Es ist fantastisch!
00:53:59: Ich möchte aber niemanden davon abhalten dort eine Super-Ratour mit Freunden hin zu machen.
00:54:04: Aber ich selber sage, meinen Platz könnte haben.
00:54:10: Auf den Tatort würde ich gerne noch zu sprechen können.
00:54:12: Das ist jetzt bald zehn Jahre her dass sie diese Rolle des
00:54:16: Ober
00:54:17: Kommt Oberarzt, Kriminal-Oberrats.
00:54:22: Dann doch abgelehnt haben ... Wie stehen Sie heute zum Tatort?
00:54:26: Ich
00:54:27: schaue ihn nicht mehr.
00:54:28: Und wahnsinnig erfolgreich, vor allem für die Kollegen.
00:54:30: Aber ich merkte das dann mit den Dreharbeiten und so als sie mir die Vorstellte zu anstrengend früh aufstehen usw.
00:54:39: Der Hauptgrund war, wir hatten noch ein Gespräch in Freiburg.
00:54:42: Die Redaktioner und ich saßen im Restaurant kam vierzig Minuten später, weil sie noch in der Kita was erledigen
00:54:50: musste.
00:54:51: Und da wusste ich das ist nicht mehr meine Zeit und habe mich verabschiedet.
00:54:55: Uns Karlsruhen haben Sie ein bisschen einen Gefallen getan, weil ... Sie wissen ja wahrscheinlich... Das war ja der Nachfolgetatort als der Konstanzer eben in Rente ging?
00:55:03: Ja!
00:55:03: Und da standen als neue Drehorte nicht nur der Schwarzwald sondern auch Baden-Baden Heidelberg, Ulm und Karlsruhe im Rennen.
00:55:12: Und wir waren natürlich total betrübt, dass es dann nicht Karls-Ruhe wurde.
00:55:15: Obwohl Mannheim und Stuttgart ja ganz viele Szenen hier in Karls Ruhe drehen.
00:55:19: Ja, natürlich!
00:55:20: Wir
00:55:20: fanden das bedauerlich aber...
00:55:22: Ja, von solchen Entschlussnabbern keine Ahnung.
00:55:25: Es hat mit Sicherheit nichts Sachliches zu tun sondern Elternzeit und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen, keine Ahno.
00:55:36: Was schauen Sie selbst noch überhaupt gerne im Fernsehen?
00:55:40: Ich schaue hauptsächlich Nachrichten und sehr häufig die Vönigsrunde, weil da finde ich sachtlicher sind auch sehr viel mehr Fachleute.
00:55:57: Und ich gucke eigentlich sehr oft mit Oskar, weil das für mich ein Konzept ist was nicht funktioniert.
00:56:03: Wir haben drei Politiker, die taugen, dass man sie alleine einlädt.
00:56:06: Der Rest muss sich schon irgendwie irgendwelche Leute dazusetzen lassen und ich sehe auch gerne Migrate illner weil da zu viele Gäste sind und es wird hauptsächlich durcheinander geschrien.
00:56:20: Ich mag das generell die Talkshows, weil es zu neunzig Prozent Menschen dort sitzen, die absolut nichts zu entscheiden haben Und das sehe ich sehr gern, mit welcher Leidenschaft dort Leute die maximal eine Anweisung aus Washington oder Peking kriegen.
00:56:39: Dann sind sie schon ganz weit vorne mit dabei.
00:56:40: Ansonsten sitzt da die Kategorie Ruderich-Kiesewetter oder so, wo man sagt ... Gut, da ist er für die Zeit mal weg von der Straße.
00:56:52: Wenn Sie mal lachen wollen über was?
00:56:54: Da
00:56:54: gucke ich
00:56:55: das!
00:56:56: Ich
00:56:56: z.B.,
00:56:56: ein kürzliches Beispiel Es wird jetzt ... Wir brauchen Schutzräume, wenn die Atombombe kommt.
00:57:05: Und die hat Alexander Dobrindt vorgestellt in einem Lebensretteranzug.
00:57:12: Irgendwie ein dunkelbauer Anorak mit so einer gelben Leiste oben drauf und links und rechts.
00:57:17: zwei Menschen im Totalschutzanzügen hatten Gasmasken auf.
00:57:21: Die waren aber noch nicht fertig mit dem Anziehen.
00:57:23: Man schraubte denen während ... Der Minister sprach noch die Gasmassen ins Gesicht.
00:57:29: Und ich schreihe teilweise, ja?
00:57:33: Ich liebe auch das was bei der FDP los ist.
00:57:35: Also man sagt wir wollen jetzt wieder über die fünf Prozent.
00:57:38: Deutschland braucht diese liberale Kraft.
00:57:40: also fangen wir erstmal an mit einem richtigen Streit und ohne überall die Jahrhunderte begriffen zu haben dass das Publikum seine Ruhe haben will und Streit überhaupt nicht als kreativen Teil der Demokratie und Auseinandersetzung war nehmt sondern Ich mein, hier geht eine neue ... ... der ist ja plus-minus meine Generation.
00:58:13: Der Kanzler, Kubiki, Stark Zimmermann und ich alle plus minus siebzig.
00:58:20: Und das sage auch für die Leserschaft der badischen Neues Nachrichten Das sind vier Menschen, die Bock auf Zukunft machen.
00:58:30: Das betrifft die BNN nicht mehr weil bis dahin wurden sie natürlich schon eingestampft und zwar vom eigenen Verleger.
00:58:36: Den Rest macht die KI auf der kleinen Plattform.
00:58:39: das sind alles Zukunftsvisionen meine Damen und Herren.
00:58:42: es ist nicht negativ von schwarz gemalt.
00:58:44: Das ist das Ergebnis vom Kanzler übernommen aus demografie und Mathematik.
00:58:51: Das lasse ich nicht als Schlusswatsch.
00:58:53: Nein, das können Sie nicht!
00:58:54: Wir sollten was Versöhnliches...
00:58:56: Was Versönliches?
00:58:56: Sie haben im Telefonaten mir, als sie zusagten, da sind hier meine Gäste und möchten, gesagt Ich komme gerne nach Karlsruhe dann fahre ich weiter nach Paris.
00:59:03: So ist es ja.
00:59:04: Tun Sie!
00:59:05: Ja, Fünfzehne und Zweiunddreißig
00:59:07: Mit der Bahn erst wird die Lassier nach Paris Gardenaire
00:59:10: Ne Gardereste von hier aus.
00:59:12: Das war ein Zitat.
00:59:13: Haben Sie's erkannt?
00:59:15: War ich?
00:59:15: Nee, ich hab gerade versucht ihnen ein Zitat zuzuspielen.
00:59:19: Wer war da?
00:59:19: Und wer war
00:59:20: ich?
00:59:20: Und mit dem Lottogewinn... Ach
00:59:22: so, wie erst mal der weiß, welche Song ist
00:59:25: das!
00:59:26: Ich hau jetzt ab nach Paris.
00:59:27: Da ist das Leben so süß.
00:59:29: Da trinke ich Sekt im Al-Kasar und tanze tschat-tschat.
00:59:32: Ja, was ist das
00:59:33: schön?
00:59:33: Das ist Udo Lindbergh Ein völlig vernachlässigter Song.
00:59:37: Grüße,
00:59:37: bitte!
00:59:37: Ja, kenne ich nicht.
00:59:38: Ich gehe von hier aus...
00:59:39: Der Malocher-Aus-n-Rohrgebiet?
00:59:40: Ach so, absolutes
00:59:42: Ding.
00:59:43: Von hier aus kommt mein Gardelest an und es ist voll mit Boomern die aber schon im Zug den Franzosen spielen.
00:59:50: Sehe ich sehr gerne.
00:59:51: Und der Gatte steht also mindestens kurz nach Straßburg auf als ihm langweilig ist und geht im Gang des Großhaumbanks auf und verzweifelt auf zur Suche nach Gespräch.
01:00:02: Und die Frau informiert sie sehr häufig über aktuelle Möglichkeiten im Paris als Unternehmer aus dem Dimo-Reiseführer, auf Papier.
01:00:11: Deshalb fahren Sie hin damit Sie so was erleben.
01:00:13: oder ist das jetzt ein Urlaub?
01:00:15: Nie ehrlich gesagt finde ich die Idee also das hängt ja dann mit dem Aufzeichnungsdatum zusammen von Leichnam in Paris weil natürlich in Paris man dann etwas sieht, was man hier in dem Maße dann doch nicht sieht.
01:00:36: Die religiöse Schlampe – das sieht man hier nicht mehr.
01:00:41: Frauen anfangen dreißig sehr gut angezogen, knielanger Rock, dunkelblauer Wildseide die die Kommunion sich knierend auf die Zunge legen lässt.
01:00:51: dazu Orgel vom Feinsten.
01:00:54: ja Das ist für alle, die vielleicht sagen, die Kirche sei in der Krise, ihr habt das nicht gesehen.
01:01:00: Dann wisst ihr, wir haben eine große Zukunft, vielleicht nicht in Deutschland aber das ist ja das tolle, wir sind ne Weltkirche.
01:01:05: und ja im Paris ist einfach man muss ja nur durch die Straße gehen.
01:01:10: Das ist die Stadt.
01:01:11: natürlich gehe ich nicht in ein Museum.
01:01:13: Das habe
01:01:14: ich mittlerweile verstanden.
01:01:15: Ich war allerdings in einer Ausstellung in der Gerhard Richter Ausstellung de Galerie Louis Vuitton Mouet NSC Weil ich meine, das Gebäude sehen sollte.
01:01:24: Was Monsieur Arnaud sich da reingeknallt hat und dort herrschte eine Andächtigkeit.
01:01:30: die sieht man in der Kirche nicht oft.
01:01:32: Ja.
01:01:33: Aber ich mein jetzt Publikum infarisert wirklich, dass ist schon seltsam.
01:01:36: Gehen
01:01:36: Sie denn selbst noch in Gottesdienste?
01:01:37: Also was uns verringet wir sind beide Katholiken?
01:01:40: Ja das verstehen sie sind wir katholisch oder sollen wir es sonst
01:01:44: sagen?
01:01:44: Ich gehe
01:01:45: regelmäßig ja
01:01:46: Jeden Montag, Samstagabend?
01:01:47: Ich schaff's nicht immer.
01:01:48: Aber das ist ... Köln ist ja doch trotzdem noch katholisch in der DNA, würde ich sagen.
01:01:55: Wir haben sehr gute Priester einen Ur-Kölschen.
01:01:59: Einen aus Afrika, der frei predigt mit dem tollen französischen Akzent.
01:02:06: Nö!
01:02:06: Das kann jeder halten wie er will.
01:02:10: aber dieses Gejama über Kirche und Wir müssen da jetzt was machen, das kann man ja alles machen.
01:02:20: Ich war auch auf dem Katholikentrag, musste aber da hauptsächlich mir die tanzen den Beatschwestern und kirchenkritische Zauseln vom Hals halten.
01:02:32: Die dort natürlich ihre Stände aufgemacht haben... Und ich habe dann noch ein bisschen bei der Band zugehört, die da auf dem Platz gespielt hat und habe festgestellt dass man Danke für diesen guten Morgen viel Unrecht getan hat, vergleichen mit dem was ich da gehört habe.
01:02:47: Also Weltfrieden und Klima und Pipapot alles mit sehr überschaubarer Harmonik.
01:02:52: also ein Hauch von White Album hätte dem gutgetan.
01:02:56: Aber
01:02:56: ich verstehe natürlich es sind hauptsächlich Leute die sich im Musikmarkt selber schwierig tun und finden sich dann halt aus so einem Anlass zusammen.
01:03:03: das haben wir ja früher auch gemacht als sie so gerne den Jazz-Messen aufkamen.
01:03:07: Ja, oh das war schön!
01:03:09: Sie haben ja dort auch einen Podcast eingehen.
01:03:11: Ja, mit dem Büro von Worms.
01:03:13: Der die Depression gestanden
01:03:14: hat?
01:03:16: Entschuldigung nicht vom Wormss natürlich von Speyer.
01:03:19: Wie so ein Mann, der großartig war ja sehr offen geredet, der nicht nur mich sehr beeindruckt hat sondern das Publikum war richtig... Die hingen dem an, das war toll.
01:03:34: Es
01:03:35: ist eine wichtige Sache für Sie, dass sie diesen Podcast machen oder wahrscheinlich auch für die Betroffene.
01:03:39: Wir hatten vor zwei Tagen in Frankfurt großen Patentenkompress im alten Opern und sprechen nicht nur Experten, die sagen wie der medizinische Fortschritt ist sondern sprechen v.a.
01:03:48: Betrofferne.
01:03:49: Und ... Das sind schon Schicksale!
01:03:54: Dass erstaunlich ist aber... Wie positiv viele damit umgehen?
01:04:00: Wie Sesi eben sagt, auch ein kleiner Fortschritt war da halt eigentlich für mich persönlich Rielfortschritte.
01:04:05: Das ist sehr beeindruckend!
01:04:07: Also ich bin gläubiger.
01:04:08: Wir haben ja in die wunderbare Erfindung unsere Kirche erfindet der permanent Dinge, die es Menschen, die so ein bisschen Schwierigkeiten haben das nach den strengen Regeln durchzuziehen an die Hand nehmen.
01:04:18: und es gibt natürlich die Bußfeier.
01:04:20: D.h.,
01:04:21: die Gruppenentlastungen.
01:04:24: Da gehe ich aber auch nicht hin weil... Meistens ist es zu Zeiten, wo ich nicht kann.
01:04:31: Ich glaube natürlich an ein Leben nach dem Tod und auch schon in Teilen an einem Leben vor dem Tod.
01:04:37: Aber das ist aber nicht für alle möglich.
01:04:39: Das hängt natürlich von der Berufswahl ab ... Und auch ein bisschen von der geografischen Gegebenheit unter Einkommenslage.
01:04:48: Zu guter Letzt!
01:04:50: Möchte ich Sie dazu einladen?
01:04:51: Schnell-Frage-Runde!
01:04:53: Das habe ich nicht.
01:04:55: Ach so'n Quatsch...
01:04:56: Wir haben einen anderen Quatsch.
01:04:57: Oder das sind die Ergänzungsspiele mit was immer beginner Schausten, die ich gut finde.
01:05:02: Ja?
01:05:03: Aber wenn dann ... Was nun?
01:05:05: Wenn ich Angela Merkel in der Eisdiele treffe, dann...
01:05:09: Jetzt bitte die Antwort!
01:05:10: Wo ist ihr
01:05:11: Mann?!
01:05:14: Professor Sauer!
01:05:15: Wir haben ein anderer Quatsche.
01:05:16: Unser QuatsCH ist dass Sie eine Frage weiterreichen dürfen an unseren nächsten Gast und es wäre jetzt Christina Obergeföll.
01:05:24: Wer ist denn das?
01:05:25: Eine Sportlerin?
01:05:26: Ah, Speerwerferin!
01:05:30: Mich interessiert wie jemand der so eine Perfektion in seinem Sport erreicht hat.
01:05:36: Das empfindet wenn er Amateur-Sportler erlebt?
01:05:39: Gut
01:05:40: Ich bin für einen Verbot von Amateur Sport.
01:05:42: um noch was populistisches zu sagen für den Schluss des Gesprächs weil ich war ja mit Waldi Hartmann Olympiareporter entdecken und Edurin Im Stadion stehen wenn der Schlusslauf, hundert Meter laufen Männer oder Frauen.
01:05:58: Und die gehen an ihnen vorbei.
01:06:00: Sagen sie wirklich zu jedem Amateursportler bitte setz dich bestell dir in der Bar was zu trinken aber bewege dich nie mehr.
01:06:08: das hat nichts mit dem zu tun.
01:06:11: es mag gesund sein und Spaß machen.
01:06:14: Aber den Freund der Bewegungsabläufe Allein, wie sich ihre Maskenbildern heute hier bewegen konnte.
01:06:21: Eine ehemalige Tänzerin und heutige Kraftsportlerin Das ist was anderes als wenn sich meine Generationen ja auch nochmal wirklich ... Ich sehe die alle mit Schienen Und so aus der Orthopädie rauskommen weil sie irgendwie glauben Sie wären Djokovic.
01:06:42: Und das ist einfach nicht.
01:06:43: jeder Körper ist dafür gebaut.
01:06:46: ich würde einfach sagen Ein Weinchen, ein schönen Badischen.
01:06:51: Und dazu einen Wurstsalat und im Fernsehen die Leute angucken, die es machen können ist meine Vorstellung von Sport.
01:06:58: Sehr gut!
Neuer Kommentar